Gedenkstätte Bautzen IIBautzen II – Der
Stiftung Sächsische Gedenkstätten/ Gedenkstätte BautzenDie Geschichte von Bautzen II
Das Gefängnis Bautzen II blickt auf eine dunkle Geschichte zurück. Von 1906 bis 1989 diente es verschiedenen Systemen zur Unterdrückung politischer Gegner. Im Nationalsozialismus misshandelte die SA hier Gefangene. Nach 1945 nutzte die sowjetische Geheimpolizei den Bau als Untersuchungsgefängnis unter grausamen Bedingungen. Ab 1956 wurde Bautzen II zur berüchtigten Sonderhaftanstalt der DDR-Staatssicherheit für Regimekritiker und Spione.
Das Ende der Haftanstalt und die Wende
Die politische Wende im Jahr 1989 markierte das Ende der Unterdrückung. Im Dezember 1989 wurden alle politischen Gefangenen aus Bautzen II entlassen. Das Gebäude stand daraufhin fast leer. Von 1990 bis 1992 diente es noch kurzzeitig als reguläre Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Bautzen. Im Januar 1992 folgte die endgültige Schließung als Gefängnis.
Die heutige Gedenkstätte
Heute ist der Ort eine bedeutende Gedenkstätte. Sie bewahrt die Erinnerung an die Opfer der Diktaturen. Besucher können das Zellenhaus, die Freihöfe und Gefangenentransporter besichtigen. Biografien und Ausstellungen verdeutlichen die Haftbedingungen und das Schicksal der Inhaftierten. Bautzen II steht heute als Mahnmal für Freiheit und Rechtstaatlichkeit.